„Dynamik in Gruppen. Handbuch der Gruppenleitung“
Beltz Verlag, Weinheim 2017 (4. Aufl)
Eine zusammenhängende Darstellung des Gruppen-Geschehens in Theorie und Praxis: Der Phasenverlauf des Gruppenprozesses und das Gruppenfeld als grundlegende Modelle schaffen einen übersichtlichen Rahmen, in den Praxisbeispiele sowie Tipps und Tricks für Gruppenleiter eingeordnet werden. Dabei wird das Riemann-Thomann-Modell in seiner Anwendung auf Psycho-, Beziehungs- und Gruppendynamik vorgestellt.

„Einmaleins des Brückenbaus: versöhnende Aspekte beim dialogischen Doppeln“
in: Schulz von Thun, F. und Kumbier, D. (Hrsg.) „Impulse für Beratung und Therapie.“ Rowohlt 2008 (S. 215-236).
Eine Standardtechnik der Konfliktlärung ist das dialogische Doppeln, bei dem „Ungesagtes“ zum Ausdruck gelangt. Anhand von vielen Beispielen wird erörtert, durch welche Interventionen im Rahmen des dialogischen Doppelns überflüssige Eskalationen vermieden und stimmige Lösungen ermöglicht werden können.

„Die Zieltreppe: Ein Instrument zur Klärung des Situationsverständnisses bei der Leitung von Sitzungen“
in: Schulz von Thun, F. und Kumbier, D. (Hrsg.): „Impulse für Führung und Training“ Rowohlt 2009 (S. 89-104).
Die Klärung und konsequente Verfolgung von Besprechungszielen im Kontext „stürmischer“ Entwicklungen wird als anspruchsvolle und wesentliche Leitungsaufgabe anschaulich beschrieben. Aufeinander aufbauende und voneinander zu trennende Zielkategorien werden vorgestellt und im Hinblick auf geeignete Interventionen erörtert.

„Das ideale Feedback-Empfangskomitee: Zur Psychodynamik des Feedbackempfangs“
in: Schulz von Thun, F. und Kumbier, D. (Hrsg.): „Impulse für Führung und Training“, Rowohlt, 2009 (S. 105-126).
Vermittlung und Rezeption von Feedback werden hinsichtlich ihrer Chancen und Fallstricke analysiert. Es werden dazu unterschiedliche Typen des inneren Teams unterschieden, die bei existentiellen Themen (Autonomie, Selbstbild und Selbstwert) die Bühne betreten. Aus der Analyse werden konkrete Empfehlungen für die Vermittlung von Feedback abgeleitet.

„Konfliktinszenierungen“
in: Schulz von Thun, F. und Kumbier, D. (Hrsg.): „Impulse für Kommunikation im Alltag“, Rowohlt 2010 (S. 40-62).
Unterschiedliche Konflikttypen und die mit ihnen verknüpften Verhaltensweisen werden vorgestellt. Dazu werden vier Beziehungsmodi (Partnerschaft, Parteienschaft, Gegnerschaft, Feindschaft) und drei inhaltliche Kategorien (Wahrheitskonflikte, Bewertungskonflikte und Interessenkonflikte) differenziert und praxisnahe Empfehlungen für stimmige Konfliktinszenierungen entwickelt.

„Die Kunst der Entfesselung. Vom Umgang mit lähmenden Beziehungsdefinitionen“
in: Schulz von Thun, F. und Kumbier, D. (Hrsg.): „Impulse für Kommunikation im Alltag“ Rowohlt 2010 (S. 71-114).
Wieso gelingt es manchen Menschen, andere so wehrlos zu machen, dass sie sich unerwünschte Übergriffe gefallen lassen? Und wie kann diese Wehrlosigkeit überwunden werden? Die hier gegebene Antwort lautet: Durch Eingriffe in das „Kleingedruckte“ der zwischen beiden bestehenden Beziehungsdefinition und damit in die Denkgewohnheiten der Betroffenen. Wie diese Eingriffe beschaffen sein müssen, wird theoretisch und anhand von vielen Übungs-Beispielen erörtert.

„Lob der Intransparenz“
in: Schulz von Thun, F. und Kumbier, D. (Hrsg.): „Impulse für Kommunikation im Alltag“ Rowohlt, 2010 (S. 206-233).
Wer in der Kommunikation für Transparenz sorgt, verspricht sich davon in der Regel Vorteile für das gelingende Miteinander. Transparenz hat aber auch ihren Preis, weil manche kommunikativen Qualitäten nur im Unklaren gut gedeihen können. Chancen und Risiken kommunikativer Transparenz werden in diesem Artikel anhand von vielen Beispielen einander gegenüber gestellt.

„Konflikte brauchen Werbung. Vom Umgang mit problematischen Vorannahmen bei Konfliktklärung in Gruppen“
in: Konfliktdynamik, 1. Jahrgang, Heft 2, Klett-Cotta, Stuttgart 2012 (S. 100-108).
Wenn Gruppenmitglieder einer Konfliktklärung zurückhaltend gegenüber stehen, haben sie dafür in der Regel gute Gründe. Sobald diese guten Gründe contra Konfliktbearbeitung verstanden und anschließend durch gute Argumente pro Konfliktbearbeitung ergänzt werden, gelingt es vielfach, auch skeptische Beteiligte für eine konstruktive Arbeit an Konfliktthemen zu gewinnen. Gute Gründe und gute Argumente werden in diesem Artikel vorgestellt.

„Gruppen haben kein Gehirn“
in: Themenzentrierte Interaktion, 28. Jahrgang, Heft 1, Psychosozial Verlag, Gießen 2014 (S. 38-52).
Wie gelingt in Gruppen das Zusammenwirken der Einzelintelligenzen ihrer Mitglieder? Welche Rolle dabei Selbstorganisation, Führung und Selbststeuerung spielen, welche Leistungen im Dienste der Koordination tatsächlich zu erbringen sind und auf welchen Wegen funktionierende Leitung entstehen kann – darum geht es in diesem Artikel.

Interviews

„In der Koalition gibt es eine Kluft zwischen gemeinsamen und gegensätzlichen Zielen“
An interview with Andree Hatting in German in Deutschlandradio Kultur on 04.06.2012:
www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1773535/

„Wenn es brennt“
Interview in Stern Gesund Leben Nr. 2/2013 (S. 32-37) zu Klärungshilfe bei Konflikten am Arbeitsplatz

„Wer streitet, ist nicht im Krieg und selten auf dem Fußballplatz“
Interview in Kundenmagazin der BKK VerbundPlus Ausgabe 2-2013 (S. 4-8) zu Ursachen, Verläufen und Lösungsansätzen bei Konflikten am Arbeitsplatz
Interview als PDF-Download